Internet-Radio

Seit der Verbreitung von drahtlosen Internetverbindungen über WLAN oder Mobiltelefonie ist der Empfang von Radiosendern über das Internet nicht mehr auf den PC beschränkt. Es gibt eigenständige Webradio-Empfänger, zum Beispiel für das Wohnzimmer, die über den (WLAN-)Router an das Internet angeschlossen sind. Einige dieser Geräte bieten gute Klangeigenschaften und können auch an die Stereoanlage angeschlossen werden. Andere Geräte speisen das Signal vom Router in den Fernseher ein. Webradio über das Handy ist in neusten (12/07) Oberklasse-Handys Standard. Neueste Spielekonsolen können ebenfalls Webradio abspielen.

 

Im Gegensatz zum konventionellen Rundfunk, der unbegrenzt viele Empfänger erreicht, beschränkt das Internet die maximale Anzahl der gleichzeitig möglichen Empfänger durch die verfügbare Bandbreite. Lösungsansätze sind Multicast-Streaming sowie die Nutzung spezieller Streaming-Dienstleistungen beziehungsweise Provider. Haushalte, die mehrere konventionelle Radios durch Internet-Radios ersetzen, können mit einem DSL-Anschluss etwa 7–112 Radiosender gleichzeitig empfangen. Internetanschlüsse mit geringerer Bandbreite als 128 kb/s ermöglichen nicht einmal den Empfang von einem einzigen Sender, der die Qualität des herkömmlichen Rundfunks erreicht. Wenn die Bandbreite durch Rundfunkinhalte genutzt wird, können Einbußen bei anderen internetspezifischen Anwendungen auftreten. Der herkömmliche Rundfunk wird zunehmend digitalisiert. Durch die Digitalisierung wird es möglich, dass mehrere Sender über eine Frequenz gesendet werden können. Die Sendeinfrastruktur wird ständig erweitert. Davon profitiert nicht nur der Rundfunk, sondern auch das Internet.

 

Ein Vorteil des Internetradios ist die weltweite Empfangbarkeit. Während Radioprogramme im UKW-Bereich regional beschränkt sind oder auf Satelliten zum Senden ihrer Inhalte zurückgreifen, gestaltet sich der weltweite Zugriff auf Internetsender wesentlich leichter und im Prinzip kann man von überall auf der Welt auf einen bestimmten Internetradiosender zugreifen. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, wenn das Internet zum Beispiel von nationalen Behörden oder Providern teilweise oder komplett gesperrt und/oder gefiltert wird.